07.05.2013
13:54

Scheduler und Gruppenabstimmung als neue Moodle-Module

Seit Anfang dieser Woche sind zwei neue Module im PHZ- und Eduweb-Moodle verfügbar. 

Scheduler

Mit dem Scheduler können Sie einen Sprechstundenkalender in den Kurs einbinden und so Termine mit Ihren Studierenden organisieren. Kurteilnehmer/-innen haben die Möglichkeit Sprechstunden online zu reservieren, welche auch per E-Mail bestätigt werden. Die Zeitfenster für die Sprechstunden werden von den Dozierenden im Vorfeld definiert. Dabei gibt es zusätzlich verschiedene Modi, was die Buchbarkeit und weitere Unterteilung der Zeitfenster betrifft. Neben Einzelbesprechungen sind auch Anmeldungen für Gruppen möglich. Nach dem Termin kann die Sprechstunde als stattgefunden markiert werden, mit Kommentaren versehen und auf Wunsch sogar beurteilt werden. 

Der Scheduler ist eine flexible Lösung, die alle bisherigen Funktionen des Besprechungstools im Extranet erfüllt und z.B. durch die Gruppenbuchung noch weitere Vorteile bringt. Ein weiterer Mehrwert besteht darin, dass die Terminabsprachen im Moodle-Kurs des Moduls oder des Modulanlasses geführt werden können und nur noch eine Anwendung zum Einsatz kommt.

Gruppenabstimmung (Group-Choice)

Die Aktivität Gruppenabstimmung erleichtert die Bildung von Gruppen, vor allem da das manuelle Zuweisen der Teilnehmenden zu einer Gruppe entfällt. Nachdem die gewünschten Gruppen im Kurs definiert wurden, können Kursteilnehmende per Abstimmung eine Gruppe wählen. Sie werden dann automatisch in diese Gruppe eingeteilt, ohne dass Kursleitende noch weitere Schritte unternehmen müssten. Dadurch ergibt siche eine wesentliche Arbeitserleichterung.

Dozierende finden die Anleitungen für den Einsatz beider Module wiederum im Info- und Lernkurs. Gerne erläutern wir Ihnen die Module auf Anfrage auch näher oder organisieren einen Holkurs.

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Mahara - E-Portfolio

In den vergangenen Wochen haben uns vermehrt Anfragen und Projektanträge in Bezug auf Instrumente zur Abbildung von Kompetenzen in digitaler Form erreicht. Neben spezifischen noch zu evaluierenden oder programmierenden Lösungen stellen E-Portfolios eine Möglichkeit dar, um einer stärkeren Fokussierung auf Kompetenzen Rechnung zu tragen. Das Portfolio-Konzept, welches an der PHZ schon seit Jahren etabliert ist, kann durch E-Portfolios eine weitere Bereicherung finden.

Hornung-Prähauser, Geser, Hilzensauer und Schaffert (2007) definieren E-Portfolios als digitale Sammlung von Artefakten einer Person, die damit das Ergebnis und den Prozess ihrer Kompetenzentwicklung dokumentiert. Neben der selbstständigen Auswahl und Organisation der Artefakte kontrolliert die betreffende Person auch wer, was und wann in ihrem Portfolio einsehen darf.

Über Vorteile und Mehrwert von E-Portfolios wurde bereits viel geschrieben. Die Argumente dazu reichen von erweiterten Zugriffsmöglichkeiten und –rechten (z.B. Kommentarfunktion) über die einfachere Speicherung, Sicherung und Duplizierbarkeit der Inhalte bis hin zur Integration multimedialer Inhalte. So können beispielsweise Dozierende jederzeit und ortsunabhängig die Arbeiten und Reflexionen der Studierenden anschauen und ein Feedback dazu geben.

Zu den Grundtypen von Portfolios zählen das Reflexions-, das Entwicklungs- und das Präsentationsportfolio. Diese drei Grundtypen lassen sich weiter differenzieren, je nachdem ob sie personen- oder organisationsbezogen sind und ob sie eher produkt- oder prozessorientiert sind (vgl. Baumgartner, Himpsl & Zauchner 2009).

Seit einigen Jahren haben E-Portfolios an Hochschulen und Universitäten an Bedeutung gewonnen. So arbeitet die PH St. Gallen bereits seit 2006 mit E-Portfolios, anfangs mit Blogs, seit dem Studienjahr 2008/09 mit Mahara. Der Nutzen von E-Portfolios wird in diesem Video von Studierenden schön dokumentiert. Auch an den PH der fhnw und an der PH Thurgau gibt es erste Pilotprojekte.

Im benachbarten Ausland ist es vor allem die Pädagogische Hochschule in Wien welche E-Portfolios in den Schulpraktischen Studien einsetzt und mit einem Forschungsprojekt begleitet. Mag. Dr. Thomas Strasser hat dazu einen Beitrag an der letztjährigen Moodlemoot gehalten.

Reese und Levy (2009) beschreiben fünf Verwendungsmöglichkeiten von E-Portfolios im Kontext Hochschule.

  1. Betreuung und Beratung: Studierende und Mentoren können mit E-Portfolios Lernfortschritte verfolgen. Die Dokumentation des Arbeitsablaufs erlaubt einen Einblick in die Arbeit, Leistungen und Zielsetzungen. E-Portfolios fördern eine kontinuierliche Selbstreflexion. Neben der persönlichen Beratung können Studierende via E-Portfolios auch virtuell betreut und begleitet werden.
  2. Archivierung der Arbeiten von Studierenden: Neben pädagogischen und didaktischen Vorteilen erleichtern E-Portfolios auch die Administration. Artefakte werden digital archiviert und von den Studierenden selbst verwaltet.
  3. Curriculaentwicklung: Der Einsatz von Portfolios führt dazu, dass Inhalte und Prüfungsformen überdacht werden müssen, und zwar nicht nur für einzelne Lehrveranstaltungen, sondern in einem grösseren Rahmen.
  4. Karriereplanung: E-Portfolios lassen sich wunderbar bei der Jobsuche und Karriereplanung einsetzen, auch von PH-Studierenden (vgl. Bewerbungsportfolios PH SG), die so ihre Leistungen besser präsentieren können.
  5. Lebenslanges Lernen: Nach Abschluss des Studiums kann weiterhin mit dem E-Portfolio gearbeitet und die berufliche Entwicklung dokumentiert werden. So können Verbindungen zwischen Bildung und Arbeit hergestellt und auch Verbindungen zur Hochschule gehalten werden.


Neben diesen Punkten gilt gerade für Pädagogische Hochschulen auch, dass E-Portfolios authentische Beispiele darstellen, um sich über Datenschutz und virtuelle Identität Gedanken zu machen. Ebenso darf die Funktion des pädagogischen Doppeldeckers nicht aus dem Auge verloren werden. Mit dem Lehrplan 21 rückt die Kompetenzorientierung stark ins Zentrum. Portfolios werden in diesem Zusammenhang zur Förderung überfachlicher Kompetenzen wie der Selbstreflexion zum Einsatz kommen. Es liegt auf der Hand, dass diese Portfolios zunehmend digital sein werden.

Zur Umsetzung eines E-Portfolios sind verschiedene Werkzeuge denkbar. Infrage kommen Blogs oder eine eigens dafür entwickelte Software. In Kürze wird an der PH Luzern für Studierende und Mitarbeitende die Möglichkeit bestehen, auf einer gemeinsamen Blogplattform auf Basis von Wordpress eigene Beiträge zu veröffentlichen. In Bezug auf die Nutzung spezifischer E-Portfolio-Software empfiehlt das Eduweb Mahara. Mahara arbeitet sehr gut mit Moodle zusammen und Inhalte aus Moodle können problemlos ex- und in Mahara importiert werden. Die Software ist wie Moodle auch eine Open-Source-Lösung und wird durch eine weltweite Community permanent weiterentwickelt. In den nächsten Wochen und Monaten gilt es noch abzuklären, ob es an der PH Luzern eine eigene Mahara-Installation geben wird oder ob wir auf das von SWITCH gehostete Angebot (https://edulab.switch.ch/ep/) zurückgreifen.

Studierende und Dozierende, welche erste Schritte mit Mahara machen möchten, können sich dort mit ihrem AAI-Login (PHZnet-Account) anmelden und ein Portfolio erstellen. Derzeit ist dies noch kostenlos im Rahmen einer Testumgebung möglich. Im Rahmen des Learning Infrastructure Projects beschäftigt sich SWITCH momentan mit Fragen des lebenslangen Lernens und somit der lebenslangen Nutzung und Speicherung von E-Portfolios sowie einer E-Identity zur sicheren Anwendung.

Literatur:
Baumgartner, P., Himpsl, K. & Zauchner, S. (2009). Einsatz von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen: Zusammenfassung - Teil I des BMWF-Abschlussberichts “E-Portfolio an Hochschulen”: GZ 51.700/0064-VII/10/2006. Forschungsbericht. Krems: Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien, Donau Universität Krems. http://www.peter.baumgartner.name/Members/baumgartner/news/e-portfolio-forschungsbericht-und-publikationsstrategie

Hornung-Prähauser, V., Geser, G., Hilzensauer, W. & Schaffert, S. (2007): Didaktische, organisatorische und technologische Grundlagen von E-Portfolios und Analyse internationaler Beispiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierungen an Hochschulen. ttp://www.fnm-austria.at/projekte/ePortfolio/Dateiablage/view/fnm-austria_ePortfolio_Studie_SRFG.pdf

Reese, M. & Levy, R. (2009) Assessing the Future: E-Portfolio Trends, Uses, and Options in Higher Education. Research Bulletin, Issue 4. Boulder, CO: EDUCAUSE Center for Applied Research. http://www.educause.edu/library/resources/assessing-future-e-portfolio-trends-uses-and-options-higher-education

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30.04.2013
08:15

VideoNot.es

Videos spielen in Lehre und Unterricht eine immer grössere Rolle. Auch die PHZ Luzern arbeitet mit Videoannotationstools, setzt Videos gezielt in der Praxisausbildung ein und nutzt Lernvideos. Das Eduweb wird künftig vermehrt Schulungsvideos und Screenscasts anbieten.

Manchmal sind es die ganz einfachen Ideen, die einem das Arbeiten wesentlich erleichtern. VideoNot.es ist eines jener Tools, bei dem man sich die Frage stellt, warum es nicht schon früher erfunden wurde. Die Grundidee - nämlich online Notizen zu machen, während man ein Video schaut - ist simpel, gleichzeitig entsteht dadurch ein grosser Mehrwert. Dies gilt einerseits für Blended-Learning-Szenarien, bei denen Videos zum Einsatz kommen andererseits aber auch für Tutorials, wie wir sie alle kennen und laufend nutzen. 

 

Die Bedienung ist denkbar einfach. Im linken Fenster öffnet man das gewünschte Video (YouTube, Udacity, Khan Academy, Coursera, ...), rechts macht man seine Notizen. Sobald der Sync eingeschaltet ist, kann man über die Annotation zur entsprechenden Stelle im Video springen. Diverse Shortcuts (Erklärung bei Mouse-Over) erleichtern das Arbeiten.

Ausserdem arbeitet VideoNot.es mit Google Drive zusammen. Notizen und die dazugehörige Video-URL werden auf dem verbundenen Google-Drive Account gespeichert und können auch von dort wieder aufgerufen werden. Das Login in VideoNot.es ist mit dem Google-Account möglich. 

Noch mehr Möglichkeiten ergeben sich dadurch, dass auf Google Drive ja in Echtzeit zusammengearbeitet werden kann. In diesem Fall teilt man einfach seine Notizen mit anderen Nutzern. Diese haben dann die Möglichkeit bestehende Anmerkungen weiter zu ergänzen oder abzuändern. Somit können Gruppen von Studierenden gemeinsam an einem Video arbeiten. 

VideoNot.es ist gratis und erfüllt die wichtigsten Funktionen. Natürlich ersetzt es zurzeit noch kein elaboriertes Annotationsprogramm und hat auch gewisse Schwachstellen (Formatierung, Chat, Setzen von Hyperlinks nicht möglich), dennoch ergeben sich viele Möglichkeiten VideoNot.es im einzusetzen. Und wenn man an Etherpad (und Clone) denkt, dann kann es gerade diese Einfachheit sein, die das Tool interessant macht.

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SwissMoodleMoot 2013 - Call for Papers

Am 6. und 7. September 2013 findet bereits zum zweiten Mal die SwissMoodleMoot in Luzern statt. Der Call for Papers läuft von 15. April bis 23. Juni 2013.

Alle weiteren Informationen zur SwissMoodleMoot und zur Beitragseinreichung finden Sie unter http://moodle.ch/course/view.php?id=2.

Das Eduweb freut sich über viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche interessante Beiträge.

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18.03.2013
09:16

Webinar statt Vorlesung: Lernziele genau definieren!

In der 20-Minuten-Sonderbeilage Weiterbildung vom 18. März 2013 beleuchtet Erich Herger die Frage, ob Webinare ein Modell der Zukunft sind. Das Eduweb, welches Webinare im Rahmen der Schulung und Workshops für Dozierende anbietet, konnte hierzu ebenfalls ein Statement abgeben.

Webinar statt Vorlesung: Lernziele genau definieren!

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