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Scheduler und Gruppenabstimmung als neue Moodle-Module
Seit Anfang dieser Woche sind zwei neue Module im PHZ- und Eduweb-Moodle verfügbar.
Scheduler
Mit dem Scheduler können Sie einen Sprechstundenkalender in den Kurs einbinden und so Termine mit Ihren Studierenden organisieren. Kurteilnehmer/-innen haben die Möglichkeit Sprechstunden online zu reservieren, welche auch per E-Mail bestätigt werden. Die Zeitfenster für die Sprechstunden werden von den Dozierenden im Vorfeld definiert. Dabei gibt es zusätzlich verschiedene Modi, was die Buchbarkeit und weitere Unterteilung der Zeitfenster betrifft. Neben Einzelbesprechungen sind auch Anmeldungen für Gruppen möglich. Nach dem Termin kann die Sprechstunde als stattgefunden markiert werden, mit Kommentaren versehen und auf Wunsch sogar beurteilt werden.
Der Scheduler ist eine flexible Lösung, die alle bisherigen Funktionen des Besprechungstools im Extranet erfüllt und z.B. durch die Gruppenbuchung noch weitere Vorteile bringt. Ein weiterer Mehrwert besteht darin, dass die Terminabsprachen im Moodle-Kurs des Moduls oder des Modulanlasses geführt werden können und nur noch eine Anwendung zum Einsatz kommt.
Gruppenabstimmung (Group-Choice)
Die Aktivität Gruppenabstimmung erleichtert die Bildung von Gruppen, vor allem da das manuelle Zuweisen der Teilnehmenden zu einer Gruppe entfällt. Nachdem die gewünschten Gruppen im Kurs definiert wurden, können Kursteilnehmende per Abstimmung eine Gruppe wählen. Sie werden dann automatisch in diese Gruppe eingeteilt, ohne dass Kursleitende noch weitere Schritte unternehmen müssten. Dadurch ergibt siche eine wesentliche Arbeitserleichterung.
Dozierende finden die Anleitungen für den Einsatz beider Module wiederum im Info- und Lernkurs. Gerne erläutern wir Ihnen die Module auf Anfrage auch näher oder organisieren einen Holkurs.
Mahara - E-Portfolio
In den vergangenen Wochen haben uns vermehrt Anfragen und Projektanträge in Bezug auf Instrumente zur Abbildung von Kompetenzen in digitaler Form erreicht. Neben spezifischen noch zu evaluierenden oder programmierenden Lösungen stellen E-Portfolios eine Möglichkeit dar, um einer stärkeren Fokussierung auf Kompetenzen Rechnung zu tragen. Das Portfolio-Konzept, welches an der PHZ schon seit Jahren etabliert ist, kann durch E-Portfolios eine weitere Bereicherung finden.
Hornung-Prähauser, Geser, Hilzensauer und Schaffert (2007) definieren E-Portfolios als digitale Sammlung von Artefakten einer Person, die damit das Ergebnis und den Prozess ihrer Kompetenzentwicklung dokumentiert. Neben der selbstständigen Auswahl und Organisation der Artefakte kontrolliert die betreffende Person auch wer, was und wann in ihrem Portfolio einsehen darf.
Über Vorteile und Mehrwert von E-Portfolios wurde bereits viel geschrieben. Die Argumente dazu reichen von erweiterten Zugriffsmöglichkeiten und –rechten (z.B. Kommentarfunktion) über die einfachere Speicherung, Sicherung und Duplizierbarkeit der Inhalte bis hin zur Integration multimedialer Inhalte. So können beispielsweise Dozierende jederzeit und ortsunabhängig die Arbeiten und Reflexionen der Studierenden anschauen und ein Feedback dazu geben.
Zu den Grundtypen von Portfolios zählen das Reflexions-, das Entwicklungs- und das Präsentationsportfolio. Diese drei Grundtypen lassen sich weiter differenzieren, je nachdem ob sie personen- oder organisationsbezogen sind und ob sie eher produkt- oder prozessorientiert sind (vgl. Baumgartner, Himpsl & Zauchner 2009).
Seit einigen Jahren haben E-Portfolios an Hochschulen und Universitäten an Bedeutung gewonnen. So arbeitet die PH St. Gallen bereits seit 2006 mit E-Portfolios, anfangs mit Blogs, seit dem Studienjahr 2008/09 mit Mahara. Der Nutzen von E-Portfolios wird in diesem Video von Studierenden schön dokumentiert. Auch an den PH der fhnw und an der PH Thurgau gibt es erste Pilotprojekte.
Im benachbarten Ausland ist es vor allem die Pädagogische Hochschule in Wien welche E-Portfolios in den Schulpraktischen Studien einsetzt und mit einem Forschungsprojekt begleitet. Mag. Dr. Thomas Strasser hat dazu einen Beitrag an der letztjährigen Moodlemoot gehalten.
Reese und Levy (2009) beschreiben fünf Verwendungsmöglichkeiten von E-Portfolios im Kontext Hochschule.
- Betreuung und Beratung: Studierende und Mentoren können mit E-Portfolios Lernfortschritte verfolgen. Die Dokumentation des Arbeitsablaufs erlaubt einen Einblick in die Arbeit, Leistungen und Zielsetzungen. E-Portfolios fördern eine kontinuierliche Selbstreflexion. Neben der persönlichen Beratung können Studierende via E-Portfolios auch virtuell betreut und begleitet werden.
- Archivierung der Arbeiten von Studierenden: Neben pädagogischen und didaktischen Vorteilen erleichtern E-Portfolios auch die Administration. Artefakte werden digital archiviert und von den Studierenden selbst verwaltet.
- Curriculaentwicklung: Der Einsatz von Portfolios führt dazu, dass Inhalte und Prüfungsformen überdacht werden müssen, und zwar nicht nur für einzelne Lehrveranstaltungen, sondern in einem grösseren Rahmen.
- Karriereplanung: E-Portfolios lassen sich wunderbar bei der Jobsuche und Karriereplanung einsetzen, auch von PH-Studierenden (vgl. Bewerbungsportfolios PH SG), die so ihre Leistungen besser präsentieren können.
- Lebenslanges Lernen: Nach Abschluss des Studiums kann weiterhin mit dem E-Portfolio gearbeitet und die berufliche Entwicklung dokumentiert werden. So können Verbindungen zwischen Bildung und Arbeit hergestellt und auch Verbindungen zur Hochschule gehalten werden.
Neben diesen Punkten gilt gerade für Pädagogische Hochschulen auch, dass E-Portfolios authentische Beispiele darstellen, um sich über Datenschutz und virtuelle Identität Gedanken zu machen. Ebenso darf die Funktion des pädagogischen Doppeldeckers nicht aus dem Auge verloren werden. Mit dem Lehrplan 21 rückt die Kompetenzorientierung stark ins Zentrum. Portfolios werden in diesem Zusammenhang zur Förderung überfachlicher Kompetenzen wie der Selbstreflexion zum Einsatz kommen. Es liegt auf der Hand, dass diese Portfolios zunehmend digital sein werden.
Zur Umsetzung eines E-Portfolios sind verschiedene Werkzeuge denkbar. Infrage kommen Blogs oder eine eigens dafür entwickelte Software. In Kürze wird an der PH Luzern für Studierende und Mitarbeitende die Möglichkeit bestehen, auf einer gemeinsamen Blogplattform auf Basis von Wordpress eigene Beiträge zu veröffentlichen. In Bezug auf die Nutzung spezifischer E-Portfolio-Software empfiehlt das Eduweb Mahara. Mahara arbeitet sehr gut mit Moodle zusammen und Inhalte aus Moodle können problemlos ex- und in Mahara importiert werden. Die Software ist wie Moodle auch eine Open-Source-Lösung und wird durch eine weltweite Community permanent weiterentwickelt. In den nächsten Wochen und Monaten gilt es noch abzuklären, ob es an der PH Luzern eine eigene Mahara-Installation geben wird oder ob wir auf das von SWITCH gehostete Angebot (https://edulab.switch.ch/ep/) zurückgreifen.
Studierende und Dozierende, welche erste Schritte mit Mahara machen möchten, können sich dort mit ihrem AAI-Login (PHZnet-Account) anmelden und ein Portfolio erstellen. Derzeit ist dies noch kostenlos im Rahmen einer Testumgebung möglich. Im Rahmen des Learning Infrastructure Projects beschäftigt sich SWITCH momentan mit Fragen des lebenslangen Lernens und somit der lebenslangen Nutzung und Speicherung von E-Portfolios sowie einer E-Identity zur sicheren Anwendung.
Literatur:
Baumgartner, P., Himpsl, K. & Zauchner, S. (2009). Einsatz von E-Portfolios an (österreichischen) Hochschulen: Zusammenfassung - Teil I des BMWF-Abschlussberichts “E-Portfolio an Hochschulen”: GZ 51.700/0064-VII/10/2006. Forschungsbericht. Krems: Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien, Donau Universität Krems. http://www.peter.baumgartner.name/Members/baumgartner/news/e-portfolio-forschungsbericht-und-publikationsstrategie
Hornung-Prähauser, V., Geser, G., Hilzensauer, W. & Schaffert, S. (2007): Didaktische, organisatorische und technologische Grundlagen von E-Portfolios und Analyse internationaler Beispiele und Erfahrungen mit E-Portfolio-Implementierungen an Hochschulen. ttp://www.fnm-austria.at/projekte/ePortfolio/Dateiablage/view/fnm-austria_ePortfolio_Studie_SRFG.pdf
Reese, M. & Levy, R. (2009) Assessing the Future: E-Portfolio Trends, Uses, and Options in Higher Education. Research Bulletin, Issue 4. Boulder, CO: EDUCAUSE Center for Applied Research. http://www.educause.edu/library/resources/assessing-future-e-portfolio-trends-uses-and-options-higher-education
SwissMoodleMoot 2013 - Call for Papers
Am 6. und 7. September 2013 findet bereits zum zweiten Mal die SwissMoodleMoot in Luzern statt. Der Call for Papers läuft von 15. April bis 23. Juni 2013.
Alle weiteren Informationen zur SwissMoodleMoot und zur Beitragseinreichung finden Sie unter http://moodle.ch/course/view.php?id=2.
Das Eduweb freut sich über viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland sowie zahlreiche interessante Beiträge.
Webinar statt Vorlesung: Lernziele genau definieren!
In der 20-Minuten-Sonderbeilage Weiterbildung vom 18. März 2013 beleuchtet Erich Herger die Frage, ob Webinare ein Modell der Zukunft sind. Das Eduweb, welches Webinare im Rahmen der Schulung und Workshops für Dozierende anbietet, konnte hierzu ebenfalls ein Statement abgeben.
Workshops, Kurse und Webinare F13 PHZ Luzern
Die Ausschreibungen für Kurse, Workshops und Webinare erfolgen im F13 nicht mehr im ICT-Flyer 18, sondern im Info- und Lernkurs für Dozierende und Mitarbeiter in Moodle
Dozierende sich bitte direkt über die Befragung an. Sobald sich drei oder mehr Personen für einen Workshop oder das Webinar interessieren, wird via Doodle nach einem gemeinsamen Termin gesucht.
Folgende Angebote stehen zur Auswahl:
1. Schöne(re) Moodle-Kurse: Wie gestalte ich einen ansprechenden Moodle-Kursraum?
Viele Moodle-Kurse sind sehr textlastig oder "Dateifriedhöfe", die visuelle Gestaltung lässt oftmals zu wünschen übrig. Ein optisch ansprechender Kursraum wird natürlich lieber besucht. Neue Kursformate und eine Anpassung des Layouts bringen bereits erste Abhilfe. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie Moodle-Kurse mit Hilfe von Bildern und Icons ansprechend gestalten können und lernen Tipps aus der Eye-Tracking-Forschung kennen.
2. Audio-Response-Systeme (nicht nur) für Grossvorlesungen
Mit Hilfe webbasierter Abstimmungsstools erhalten Studierende mit ihren Notebooks oder mobilen Endgeräten (Smartphones und Tablets) die Möglichkeit, aktiver an (grossen) Lehrveranstaltungen teilzunehmen. So können die Dozierenden zwischendurch Verständnisfragen stellen, Meinungen einholen oder Umfragen starten. Gerade in Grossveranstaltungen lässt sich so die einseitige Kommunikation zwischen Dozierenden und Studierenden etwas auflockern. Im Workshop lernen Sie verschiedene Tools und ihre Handhabung sowie mögliche Einsatzszenarien kennen.
3. Game Based Learning in Moodle-Kursen
Bereits mit relativ einfachen Mitteln lassen sich Ansätze von Game Based Learning in Moodle-Kursen umsetzen. Geeignet dafür sind z.B. Kurse, welche begleitend zu Präsenzveranstaltungen viel Material und/oder Aktivitäten zur Verfügung stellen. Die Teilnehmenden können über den Spielcharakter aktiviert werden, Material zu sichten, einander zu unterstützen etc. Im Workshop lernen Sie ein einfaches Prinzip zur Umsetzung kennen.
4. Gruppenarbeiten in Moodle
Moodle bietet diverse Möglichkeiten, Kollaboration und Gruppenarbeit zu unterstützen. Der Gruppenmodus ermöglicht es, Kursteilnehmende in Gruppen einzuteilen. Derartige Gruppen können dann in Moodle-Aktivitäten wie Forum, Wiki oder Chat zusammenarbeiten. Dabei lässt sich festgelegen, ob die Teilnehmer einer Gruppe die Aktivitäten der anderen Gruppen sehen können oder nicht. Auch Material kann nur bestimmten Personen oder Gruppen zugänglich gemacht werden. Die Gruppenbildung erfolgt durch die Kursleitenden, mittels Abstimmung oder mit Hilfe des Teambuilders. Im Workshop lernen Sie, wie Sie Gruppenarbeiten in Moodle umsetzen können.
5. Evaluation und Feedback in Moodle
Mit dem Feedbackmodul können individuelle anonyme Umfragen erstellt werden. Die Evaluation findet direkt (ohne andere zusätzliche Tools) im Kursraum statt. Die Auswertung lässt sich im Kurs anzeigen und kann so auch den Kursteilnehmenden zugänglich gemacht werden. Ein Download für die Weiterverarbeitung in Excel oder SPSS ist ebenfalls möglich. Im Workshop legen wir gemeinsam eine Befragung an und und lernen die verschiedenen Fragetypen kennen.
6. Der Einsatz von Tests in Moodle
Formative Tests in Moodle können Kurse bereichern und werden in der Regel von den Studierenden sehr geschätzt. Dieser Workshop soll einen Einstieg in die Arbeit mit Test in Moodle geben. Gemeinsam werden Tests angelegt und eingerichtet und die unterschiedlichen Fragetypen ausprobiert. Gleichzeitig lernen Sie einige Best-Practice-Beispiele kennen, wie Tests in Unterrichtszenarien eingebettet werden können.
7. MOOCs (Massive Open Online Courses) - nur ein Hype oder auch ein Modell für die PH Luzern?
Im Webinar gehen wir folgenden Fragen nach:
- Was ist überhaupt ein MOOC (Geschichte und aktuelle Trends)?
- Worin unterscheiden sich X- und C-MOOCS?
- Was hat es mit dem Konnektivismus auf sich?
- Welche Kompetenzen müssen MOOC-Teilnehmer mitbringen?
- wie sieht es mit dem Drop-Out aus?
- Was hat ein MOOC mit OER (Open Educational Ressources) zu tun?
- Schaden oder nutzen MOOCS der Bildungslandschaft?
Ausserdem werfen wir einen Blick auf oder in einige konkrete Beispiele (auch von Universitäten) und versuchen diese zu analysieren und zu bewerten. Im Anschluss daran überlegen wir gemeinsam, ob es für die PH Luzern interessant sein könnte, einen MOOC anzubieten und welche Fächer oder Themen dafür infrage kommen.
An dieser Stelle möchte ich auch auf die Weiterbildung "Wischen & Tippen" der Fachstelle Digital Lehren und Lernen der PH fhnw hinweisen. Der Blended-Learning-Kurs steht auch Dozierenden anderer Hochschulen offen und vermittelt didaktische Szenarien, die zum Teil nur mit Tablets/iPads realisierbar sind.
Nähere Informationen: http://www.digitallernen.ch/veranstaltungen/ipad-weiterbildungen/
Für Kunden des Eduweb-Moodle bieten wir ebenfalls massgeschneiderte Fortbildungen an.
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