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Es war "Moot-Zeit"

Wie bereits im vergangenen Jahr war das Eduweb wiederum an den beiden anderen Moodlemoots im deutschsprachigen Raum aktiv (Erfahrungsbericht zu einer Online-Sequenz im MAS Schulmanagement) und passiv (als Zuhörer) vertreten. Die Moodlemoot Austria fand von 21. – 22. Februar an der Universität Wien statt, die deutsche Moodlemoot von 28. Februar – 1. März an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München.

Beide Veranstaltungen waren einmal mehr hervorragend organisiert, wenngleich sie doch sehr unterschiedlich waren. Die Moodlemoot Austria verzeichnete mit über 140 Teilnehmenden zwar einen neuen Rekord, kann verglichen mit der deutschen Moodlemoot, mit ihren über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber wohl noch als „klein und fein“ bezeichnet werden. Das Programm bleibt überschaubar, ist aber qualitativ hochwertig. Das Programm in München war mit über 100 Sessions sehr umfangreich und sicherlich so zusammengestellt, dass es verschiedene Zielgruppen ansprach.

In Wien hat mich vor allem der Beitrag von Stefan van der Vlies (PH fhnw) inspiriert, der mit „You got to fight, for your right, to moderate“ eine dringende Bitte aussprach, den Studierenden mehr Rechte, sprich Kursleitendenrechte, in Moodle zu gewähren. Während vom Kindergarten an den Schülern ständig mehr Rechte zugestanden und Freiheiten eingeräumt werden, passiert an Hochschulen und in Learning-Management-Systemen plötzlich das genaue Gegenteil. Hier wird den Studierenden ein ganz enger Rahmen vorgegeben, sodass kaum Spielraum bleibt. Kein Wunder, weichen die Studierenden auf andere Social-Media-Kanäle aus. Gleichzeitig – so bin ich fast überzeugt – könnte eine intensivere Beteiligung der Studierenden dazu führen, dass in Moodle mehr Aktivitäten und nicht nur Materialien eingesetzt werden. Der zweite Tag der Moodlemoot Austria war wie üblich als Barcamp organisiert, eine Veranstaltungsform, die sich durchaus bewährt hat.

Nach einer sehr guten und auch unterhaltsamen Keynote von Gunter Dueck führten die Programmgestaltung in München (die Streams starteten zeitversetzt) und meine eigene Session dazu, dass ich am Donnerstag in der Programmauswahl doch sehr eingeschränkt wurde. So war die „Ausbeute“ bis zur Kaffeepause am Nachmittag eher dürftig. Vollends entschädigt wurde ich dann jedoch durch den Workshop „Moodle muss schöner werden“ von Stephan Rinke und Julian Ridden. Mit ein wenig Fantasie, natürlich auch Aufwand und dem nötigen Know How sind in Moodle richtig gut aussehende Kurse und packendes Game Based Learning möglich. Das liefert doch gleich einmal eine Anregung für einen Workshop hier an der PHZ! Auch der Workshop von Max Woodtli und Priska Fuchs brachte einige neue Ideen, die unseren Dozierenden näher gebracht werden sollten.

Das Wichtigste an den Moodlemoots waren aber wie immer die vielen informellen Treffen, die Gespräche in den Pausen und am Abend. Gleichzeitig konnte ich wiederum neue Kontakte knüpfen und Moodler/-innen persönlich kennen lernen, denen ich bisher nur online begegnet war.

Die gemachten Erfahrungen sollten nun natürlich auch wieder in die Organisation der Swiss Moodlemoot, welche am 6. und 7. September nochmals in Luzern stattfinden wird, einfliessen. Ideen, auch für neue Formate und den Abendanlass, sind bereits vorhanden. Bleibt zu wünschen, dass 2013 mehr Dozierende der – dann bereits PH Luzern – von diesem Angebot Gebrauch machen werden.

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eduhub days 2012

Bereits zum vierten Mal fanden am 2. und 3. April die eduhub days statt. Anlässlich dieser Tagung trifft sich die Schweizer E-Learning-Community um neue Projekte vorzustellen und den Austausch zu pflegen.

Das Motto der diesjährigen eduhub days lautete "Smart Wave - Social Trends in Learning". Dabei richtete sich der Fokus stark auf die sogenannte "Generation Y" und ihre Mediennutzung, speziell auch im Rahmen des Studiums. So kamen gleich zu Beginn auch mehrere Studierende verschiedener Universitäten und Hochschulen zum Zug und hatten die Gelegenheit über ihre Erfahrungen mit E-Learning zu sprechen und Verbesserungsvorschläge anzubringen. Und obwohl es sich um voneinander unabhängige Beiträge handelte, waren die Kernaussagen überall die gleichen: E-Learning muss einfacher werden.

Geäussert wurde unter anderem eine Unzufriedenheit mit den vielen Plattformen, welche angeboten werden, und die oftmals verschiedene Logins erfordern, veralteten, komplizierten und wenig kompatiblen Tools. Für eine grossen Teil der Studierenden scheinen Social Media und mobile Apps mittlerweile zum Alltag zu gehören. Gefordert werden einfache Dienste, vor allem File-Sharing-Dienste ähnlich Dropbox und Cloudcomputing. Mobilität, Flexibilität und permanente Verfügbarkeit sollten eine Selbstverständlichkeit sein.

Aussagen über verhasste LMS sorgten auch für einigen Aufruhr im Publikum. Dabei stimmen einige Dinge nachdenklich: Die Usability der Lernplattformen wird als sehr verbesserungswürdig eingestuft. Selbst wenn die Aussagen der Studierenden nicht als völlig repräsentativ anzusehen sind, so erlebt der Grossteil E-Learning wohl ausschliesslich als Dateiablage und hat kaum jemals mit anderem Content oder Online-Aufgaben zu tun. In der Folge wird das Tool gleichgesetzt mit den dargebotenen Möglichkeiten und gar nicht wahrgenommen, dass eigentlich die Dozierenden, die dahinter stehen, dafür verantwortlich sind. Konsequenterweise müsste man hier bei den Lehrenden ansetzen, das Potenzial von LMS besser ausschöpfen und dort, wo die Lernplattform tatsächlich nur zur Dateiablage dient, als Alternative eine Filesharing-Lösung anbieten. Irritierend war auch die Tatsache, wie wenig Gedanken sich Studierende teilweise über die Datensicherheit machen. Zudem müssen Lösungen gesucht und gefunden werden, wie die Social-Media-Nutzung im privaten Bereich mit jener für das Studium kombiniert werden kann. Schliesslich werden an beide Verwendungsbereiche unterschiedliche Ansprüche gestellt, was sich auf die Akzeptanz von Tools auswirkt.

Ein besonderes Highlight war die Keynote von Prof. Dr. Hannes Lubich mit dem Titel "Always On - Insights Into Media Use of "Generation Y". Sie gab einen sehr differenzierten Einblick in das heutige Nutzungsverhalten, abseits der typischen Klischees von Digital Natives und Digital Immigrants. 

Sowohl die Vorträge der Studierenden als auch die Aussagen in der Keynote machen deutlich, wie wenig wir hier an der PHZ über das konkrete Nutzungsverhalten und die Wünsche unserer Studierenden wissen. Es ist also wichtig, sich darüber Klarheit zu verschaffen und wie dies gefordert wurde, auch die Enduser zu fragen und nicht nur neue Technologien zu implementieren.

 

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Moodlemoot 2012 an der WWU Münster

Nur wenige Wochen nach der Moodlemoot Austria stand die Moodlemoot an der WWU Münster auf dem Programm. Wie bereits in Linz war auch diese Veranstaltung hervorragend organisiert. Bei mehr als 350 Teilnehmenden und einem umfangreichen Programm war das eine logistische Meisterleistung. Ein ganz besonderer Dank gilt den vielen Helferinnen und Helfern, die stets mit Rat und Tat zur Seite standen.

Im Hinblick auf das Programm hätten wir uns etwas detailliertere Informationen gewünscht. Oftmals konnte aufgrund des Titels nur erahnt werden, worum es inhaltlich ging. Grundsätzlich sehr positiv war die Tatsache, dass viele Beiträge Initiativen im Bildungsbereich und zur Förderung von Medienkompetenz vorstellten und sich das Programm nicht nur auf Moodle und die klassischen Workshops selbst beschränkte. Dennoch wäre es ganz gut schon im Vorfeld zu wissen, "wie viel Moodle in einem Beitrag steckt". Bedingt durch die Dichte des Programms war die Zeit zwischen den einzelnen Sessions sehr kurz gehalten, sodass auch Start- und Endzeiten nicht immer eingehalten werden konnten. Hier hätte etwas Entflechtung gut getan, auch eine gemeinsame Pause wäre für den Austausch und das Networking von Vorteil gewesen. Denn eine Konferenz ist, wie es Klaus Steitz in seinen Eindrücken im elc-Blog formuliert hat, immer "mehr als die Summe ihrer Einzelvorträge". Die Qualität der von uns besuchten Einzelvorträge war unterschiedlich, insgesamt bleibt aber ein sehr positiver Gesamteindruck zurück.

Aufgrund der kurzfristig organisierten Teilnahme an der Moodlemoot in Münster konnte das Eduweb keinen eigenen Beitrag leisten, wird dies aber bestimmt im Herbst in Luzern und im nächsten Jahr nachholen. Dem Wunsch von Stephan Rinke, ein Camp zu Moodle zu machen, werden wir an der Moodlemoot Schweiz wohl nachkommen.

Inhaltlich kann der ausführlichen Zusammenfassung der beiden Keynotes im elc-Blog eigentlich nichts mehr hinzugefügt werden. Dennoch sollte betont werden, dass auch das Eduweb die Nutzung von OER unterstützt.

Auf sämtliche von uns besuchten Beiträge einzugehen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Wie immer blieb die Qual der Wahl und gefühlt fanden die für einen persönlich relevanten Vorträge immer parallel statt. Da das Eduweb derzeit noch keine Mahara-Installation zur Verfügung stellt, haben wir nur einen Vortrag zum Thema besucht und uns über die Nutzung von E-Portfolios in der Lehrerausbildung an der PH Wien informiert. Künftig werden wir uns mit diesem Thema aber intensiver auseinandersetzen müssen. Leider haben wir es auch nicht ans Hochschultreffen geschafft. Dennoch haben wir viele gute Ideen, wie z.B. die Nutzung von edutags, Überlegungen zu einem Verbund von Community Hubs, ein sehr differenziertes Modell inklusive Moodle-Kurs zur strukturierten Urteils-Bildung in der Lehrerbildung auf der Basis von FairUrteilen, Anregungen zur Gestaltung eigener Workshops sowie einige neue Moodle-Module zum Testen mitgenommen.

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Moodlemoot Austria 2012

Die letzten beiden Tage fand die Moodlemoot Austria 2012 an der Johanes Keppler Universität in Linz statt. Während der erste Tag als klassischer Konfernztag mit Keynote und Session abgewickelt wurde, war der zweite Tag im offenen Format eines Barcamps organisiert.

Für mich war es der erste Besuch an einer österreichischen Moodlemoot und ich erlebte eine sehr aktive und engagierte Community, eine hervorragend organisierte Tagung und viel österreichischen Charme. Meine einzige Kritik diesbezüglich betrifft lediglich die Wahl der Location für den Abendanlass. Ausserdem hätte ich mir wie an anderen Tagungen üblich noch eine Liste der Teilnehmenden gewünscht.

Im Rahmen der Keynote schaltete sich David Mudràk per Adobe Connect zu und berichtete von den geplanten Änderungen in Moodle-Version 2.3., welche am 1. Juni erscheinen soll. Gearbeitet wird unter anderem an einem verbesserten Dateimanagement und einer Verbesserung des Workshop-Moduls. Der wichtigste Impuls kam meines Erachtens aus dem Publikum: die Aufforderung mehr an „Look and Feel“ von Moodle (das unbestritten schon ein wenig in die Jahre gekommen ist) und an der Usability zu arbeiten. 

Bei den weiteren Sessions fiel es mir manchmal schwer, mich zu entscheiden. Mit Sicherheit habe ich das eine oder andere spannende Thema verpasst, war aber insgesamt mit den gewählten Tracks sehr zufrieden. Spannend war der Beitrag von Torsten Maier zum Thema Blended eBook mit Moodle, auch wenn Moodle dabei in den Hintergrund trat. Eine Tatsache, die ich persönlich nicht als störend empfand, da möglicherweise an derartigen Veranstaltungen das LMS sowieso zu stark im Mittelpunkt steht. Das ist an einer Moodlemoot einerseits verständlich, andererseits verstellt es auch den Blick auf andere Aspekte des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien und konzentriert sich zu stark auf technische Belange und Möglichkeiten der Lernplattform. Den Ansatz Skripten als eBooks zur Verfügung zu stellen, möchte ich für die PHZ gerne noch näher prüfen und weiter verfolgen. Der Beitrag von Erwin Bratengeier gab einen guten Einblick in die Implementierung eines E-Learning Labels als Instrument zur Qualitätssicherung an der Donauuniversität Krems. Interessant waren auch die Erkenntnisse zur effektiven Kursgestaltung auf Basis der Eye-Tracking-Forschung. Gregely Rakoczi stellte das Thema sehr differenziert dar und verabsäumte es auch nicht die Methode kritisch zu beleuchten. Beim Publikum gut angekommen ist vor allem die Zusammenstellung der 22 Praxistipps. Da die Untersuchung auf Basis eines dreispaltigen Layouts in Moodle 1.9 erfolgte, ist es nicht ganz einfach die Erkenntnisse auf unsere Moodle-Installation inklusive Navigationsdock zu übertragen. Selber konnte ich im Rahmen der Moodlemoot einem Betrag über die Erfahrungen der PHZ Luzern beim Wechsel der Lernplattform von Blackboard nach Moodle berichten.

Das zentrale Thema am zweiten Tag im Moodle Camp war natürlich das für viele bevorstehende Update auf Moodle 2.x. Dank der Tatsache, dass die PHZ bereits mit der neuen Version gestartet ist, entstehen jetzt glücklicherweise für uns keine neuen Probleme. Neben Diskussionen zur Nutzung von Moodle im Hochschulkontext und Fremdsprachenunterricht, brachte die Demonstration der LTI-Tools für mich den grössten Wissenszuwachs. Indem man Moodle zum LTI-Provider macht und externe Tools einbinden kann, eröffnen sich ganz neue Wege und Möglichkeiten, sogar was die Integration anderer LMS in Moodle betrifft. Das Eduweb wird sich in den nächsten Tagen damit noch näher auseinandersetzen und die Kursleitenden mit den entsprechenden Informationen versorgen.

In den Pausen fanden natürlich angeregte und anregende Gespräche mit anderen Moodlenutzerinnen und –nutzern statt, sodass ich mit einem guten Gefühl und einigen neuen Inputs auf die #mootat12 zurückblicken darf. Nicht zuletzt konnte ich bereits ein wenig Werbung für die am 7. September in Luzern geplante Moodlemoot Schweiz machen und ein paar gute Referenten gewinnen.

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