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Ausblick auf Moodle 2.3
Am 1. Juni 2012 steht die Veröffentlichung von Moodle 2.3 an. Die angekündigte Verbesserung im Dateimanagement äussert sich in Form der Drag&Drop-Funktion, welche im Eduweb- und PHZ-Moodle bisher mit Hilfe eines Blocks realisiert und browserabhängig war.
Tatsächlich stellt diese Form des Uploads eine wesentliche Arbeitserleichterung dar. Zusätzlich soll neu die Möglichkeit bestehen, für Dateien neben dem Namen auch Dateityp und Grösse anzugeben.
Die Drag&Drop-Funktion soll des Weiteren auch in Forumsbeiträgen, für Kursteilnehmende im Rahmen von Lernaufgaben und für Administratoren zum Hochladen von csv-Files und Nutzerbildern verfügbar sein. Die Aktivität Lernaufgabe wird übrigens mit einem neuen Erscheinungsbild aufwarten, sodass die einzelnen Aufgabentypen erst in den Einstellungen selbst definiert werden. Zu rechnen ist künftig auch noch mit zusätzlichen Möglichkeiten Lernaufgaben zu stellen, z.B. Gruppenarbeiten.
Als weitere kleine Arbeitserleichterung für Kursleiterinnen und Kursleiter soll es mit der neuen Version möglich sein, am Ende des Kurses ein weiteres Thema oder einen Wochenabschnitt hinzuzufügen, ohne in die Kurseinstellungen zu wechseln.
Es bleibt abzuwarten, wann Survey 2, welches die Funktionen von Umfrage, Questionnaire und Feedback kombiniert, implementiert wird. Für den Release von Moodle 2.3 wird es aber wohl nicht mehr reichen.
Eduweb wird nach eingehenden Tests Moodle so bald wie möglich auf 2.3 updaten.
OpenCourse 2012 - Trends im E-Teaching
Gestern, am 16. April, startete der opco12. Während der OpenCourse 11 sich mit der Zukunft des Lernens beschäftigte, dreht sich im OpenCourse 12 alles um Trends im E-Teaching. Dabei wird der Horizon Report 2012 genauer unter die Lupe genommen. Der Horizon Report erscheint jährlich, erarbeitet wird er vom New Media Consortium und der EDUCAUSE Learning Initiative und seit vier Jahren vom Multimedia Kontor Hamburg ins Deutsche übersetzt. Ziel ist, neue Technologien zu identifizieren, welche sich voraussichtlich in den Folgejahren im akademischen E-Learning-Bereich etablieren werden.
Bis zum 21. Juli will der OpenCourse 12 die im Rahmen des Horizon Reports ermittelten technologischen Trends (Mobile Apps, Tablet Computing, Game-Based Learning, Learning Analytics, Gesture-Based Computing und Internet of Things) und ihre Auswirkungen für den Bildungsbereich auf den Prüfstand stellen. Dabei werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie treffsicher sind die Prognosen? Haben sich die Vorhersagen der letzten Jahre bewahrheitet? Warum etablieren sich manche der propagierten Konzepte, Technologien und Werkzeuge, während andere schnell wieder in Vergessenheit geraten?
Das alles passiert in einem speziellen auf dem Konnektivismus basierenden Kursformat, eben dem OpenCourse. Was genau unter einem OpenCourse verstanden wird, kann bei e-teaching.org nachgelesen werden. Kurz gesagt, handelt es sich dabei um einen offenen Kurs, an dem jeder teilnehmen kann. Die Lernziele im Rahmen des Kurses definiert man selbst. Neben regelmässigen Inputs der Veranstalter soll sich in einem OpenCourse vor allem ein reger Austausch zwischen den Teilnehmenden entwickeln. Dazu verfasst man Beiträge im Forum, schreibt eigene Blog-, Audio- oder Twitterbeiträge und kommentiert andere. Von all den Aktivitäten sollten die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich auch erfahren. Nutzen Sie deshalb für Twitterbeiträge den Hashtag #opco12 und teilen Sie RSS Feeds von Blogs mit (info @ opencourse2012.de)
Bis heute sind bereits über 1000 Teilnehmende angemeldet. Wer sich noch am OpenCourse 12 beteiligen möchte, kann sich hier anmelden. Auf Wunsch gibt es Möglichkeiten zur Anerkennung, Zertifizierung und OnlineBadges. Angemeldete User erhalten regelmässig einen Newsletter mit den wichtigsten Informationen zu Lektüre und Live-Events sowie weiteren Aktivitäten und Diskussionen.
Interessierten empfehle ich, sich im Vorfeld ausführlich auf http://opco12.de/ über den Ablauf und die Möglichkeiten zu informieren. Einen ersten Überblick liefert auch das folgende Video:
Dozierende, welche am opco12 teilnehmen wollen, können sich bei Fragen an das Eduweb wenden.
eduhub days 2012
Bereits zum vierten Mal fanden am 2. und 3. April die eduhub days statt. Anlässlich dieser Tagung trifft sich die Schweizer E-Learning-Community um neue Projekte vorzustellen und den Austausch zu pflegen.
Das Motto der diesjährigen eduhub days lautete "Smart Wave - Social Trends in Learning". Dabei richtete sich der Fokus stark auf die sogenannte "Generation Y" und ihre Mediennutzung, speziell auch im Rahmen des Studiums. So kamen gleich zu Beginn auch mehrere Studierende verschiedener Universitäten und Hochschulen zum Zug und hatten die Gelegenheit über ihre Erfahrungen mit E-Learning zu sprechen und Verbesserungsvorschläge anzubringen. Und obwohl es sich um voneinander unabhängige Beiträge handelte, waren die Kernaussagen überall die gleichen: E-Learning muss einfacher werden.
Geäussert wurde unter anderem eine Unzufriedenheit mit den vielen Plattformen, welche angeboten werden, und die oftmals verschiedene Logins erfordern, veralteten, komplizierten und wenig kompatiblen Tools. Für eine grossen Teil der Studierenden scheinen Social Media und mobile Apps mittlerweile zum Alltag zu gehören. Gefordert werden einfache Dienste, vor allem File-Sharing-Dienste ähnlich Dropbox und Cloudcomputing. Mobilität, Flexibilität und permanente Verfügbarkeit sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
Aussagen über verhasste LMS sorgten auch für einigen Aufruhr im Publikum. Dabei stimmen einige Dinge nachdenklich: Die Usability der Lernplattformen wird als sehr verbesserungswürdig eingestuft. Selbst wenn die Aussagen der Studierenden nicht als völlig repräsentativ anzusehen sind, so erlebt der Grossteil E-Learning wohl ausschliesslich als Dateiablage und hat kaum jemals mit anderem Content oder Online-Aufgaben zu tun. In der Folge wird das Tool gleichgesetzt mit den dargebotenen Möglichkeiten und gar nicht wahrgenommen, dass eigentlich die Dozierenden, die dahinter stehen, dafür verantwortlich sind. Konsequenterweise müsste man hier bei den Lehrenden ansetzen, das Potenzial von LMS besser ausschöpfen und dort, wo die Lernplattform tatsächlich nur zur Dateiablage dient, als Alternative eine Filesharing-Lösung anbieten. Irritierend war auch die Tatsache, wie wenig Gedanken sich Studierende teilweise über die Datensicherheit machen. Zudem müssen Lösungen gesucht und gefunden werden, wie die Social-Media-Nutzung im privaten Bereich mit jener für das Studium kombiniert werden kann. Schliesslich werden an beide Verwendungsbereiche unterschiedliche Ansprüche gestellt, was sich auf die Akzeptanz von Tools auswirkt.
Ein besonderes Highlight war die Keynote von Prof. Dr. Hannes Lubich mit dem Titel "Always On - Insights Into Media Use of "Generation Y". Sie gab einen sehr differenzierten Einblick in das heutige Nutzungsverhalten, abseits der typischen Klischees von Digital Natives und Digital Immigrants.
Sowohl die Vorträge der Studierenden als auch die Aussagen in der Keynote machen deutlich, wie wenig wir hier an der PHZ über das konkrete Nutzungsverhalten und die Wünsche unserer Studierenden wissen. Es ist also wichtig, sich darüber Klarheit zu verschaffen und wie dies gefordert wurde, auch die Enduser zu fragen und nicht nur neue Technologien zu implementieren.
Verbesserungen und Anpassungen in Moodle
Das Eduweb arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Usability von Moodle und evaluiert, installiert und optimiert neue Module. In den letzten Wochen wurden im PHZ-Moodle sowie in allen anderen Eduweb-Moodle-Instanzen folgende Neuerungen vorgenommen:
- Modul Tutorship
- WIRIS-Editor
- Kursarchiv
- minimierte Kursansicht
Tutorship
Die deutsche Übersetzung, eine Möglichkeit zur Navigation zwischen allen Wochen des Semesters und Datumsangaben haben das bestehende Modul bereits wesentlich nutzerfreundlicher gemacht. In einem nächsten Schritt sollte für Kursleitende auch noch die Möglichkeit geschaffen werden, Sprechstunden bereits im Voraus für die einzelnen Wochen zu unterschiedlichen Zeiten festzulegen. Dazu bedarf es allerdings einer völligen Neuentwicklung des Moduls.
WIRIS-Editor
Dank der Installation des WIRIS-Plugins können Moodle-User auf einfache Art und Weise mathematische Formeln im Texteditor eingeben. Die Nutzung des WIRIS-Editors in Moodle wird hier erläutert.
Kursarchiv
Bei vielen Kursen kann die persönliche Kursübersicht auf der Startseite schnell einmal unübersichtlich werden. Mit Hilfe einer JavaScript-Erweiterung des Moodle-Blocks-Kursarchiv lässt sich die Startseite "aufräumen". Kurse, welche nicht mehr oder sehr selten benötigt werden, können einfach per Drag&Drop ins Kursarchiv verschoben werden. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Kursen. Sie werden auch nicht gelöscht, sondern nur in der Ansicht auf der Startseite anders dargestellt. Kurse können auch aus dem Kursarchiv heraus aufgerufen und natürlich wieder zurück verschoben werden.
Minimierte Kursansicht
Bedingt durch die flache Struktur eines Moodle-Kurses kann es schon einmal vorkommen, dass man relativ lange scrollen muss, um ans Ziel zu gelangen. Basierend auf der Idee des Collapsed Weeks Course Format erlauben zwei Symbole eine nutzerseitige Anpassung der Kursansicht. Mit einem Klick auf das entsprechende Ordnersymbol kann der Kurs soweit minimiert werden, dass nur noch die Titel der Kursabschnitte angezeigt werden. Ein Klick auf die Überschrift bewirkt ein "Ausklappen" des Inhalts.
Dozierende und Kursleitende der PHZ finden Anleitungen zu diesen Neuerungen im Info- und Lernkurs. Unsere Kunden dürfen uns bei Fragen gerne kontaktieren.
Edutags und Moodle
Wer auf seine Lesezeichen oder Favoriten nicht nur im eigenen Browser zugreifen, sondern diese völlig ortsunabhängig auf verschiedenen Computern nutzen möchte, verwendet Social-Bookmarking-Dienste. Damit lassen sich Internet-Lesezeichen bequem online verwalten. Die verschiedenen Social-Bookmarking-Dienste wie Mister Wong, Delicious, Diigo usw. bieten alle ähnliche Funktionen. Nutzer/-innen haben die Möglichkeit Lesezeichen hinzuzufügen oder zu löschen, in Kategorien einzuteilen, mit Schlagwörtern (Tags) zu versehen, zu teilen oder privat abzulegen, zu bewerten oder zu kommentieren. Besonders wertvoll ist der Einblick in die Sammlungen anderer Nutzer, was auch das Auffinden von qualitativ hochwertigen Seiten erleichtert. Bei manchen Anbietern gibt es Gruppenfunktionen, sodass gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen oder auch Studierenden und Schülerinnen und Schülern thematische Sammlungen aufgebaut werden können.
Edutags verdankt seine Entwicklung der Tatsache, dass die bisher redaktionell gepflegte Sammlung von Internetressourcen des Deutschen Bildungsservers angesichts der kontinuierlich wachsenden Informationsmengen nicht mehr auf diesem Weg alleine betreut werden konnte. Neu sollten die von Usern freigegebenen Ergebnisse nach Tags sortiert in einem gesonderten Bereich fokussiert werden. Dabei werden die Nutzerinnen und Nutzer mit systemseitigen Tag-Vorschlägen (Taxonomie) unterstützt, dürfen aber auch eigene Tags vergeben (Folksonomie). Eingestellte Ressourcen können nach erfolgter Prüfung auch in den redaktionellen Teil des Bildungsservers übernommen werden.
Aus dem Namen Edutags lässt sich bereits die Spezialisierung dieses Social-Bookmarking-Dienstes auf Ressourcen für den Unterricht und das Lernen und Lehren mit digitalen Medien ablesen. Gerade in der Lehrerausbildung und im Schulbereich kann dies als Vorteil angesehen werden und den Einstieg in Nutzung von Social Bookmarking erleichtern. Schliesslich stehen Dozierende sowie Lehrerinnen und Lehrer zunehmend vor der Aufgabe Internetressourcen für Lehre und Unterricht zu recherchieren und zur Verfügung zu stellen. Dabei erweist es sich als Chance, nicht nur selbst gefundene Ressourcen archivieren zu können, sondern auch von den Ergebnissen der Kolleginnen und Kollegen zu profitieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit eigene Materialsammlungen in interaktiver Form in den fachlichen Diskurs einzubringen.
Was ausserdem für die Verwendung von Edutags spricht, ist die Tatsache, dass Suchergebnisse und Ressourcensammlungen in mehreren Formaten exportiert und in Moodle eingebunden werden können. Neben dem Export im html-Format (Einbinden als Textfeld oder Textseite in Moodle) und der Erstellung eines PDF (Datei in Moodle) besteht auch die Möglichkeit eine Cloud, die durch Auswahl einzelner Tags generiert wurde, zu erstellen. In Moodle lässt sich diese Tag-Cloud wiederum in einem Block oder auch als Textfeld einbetten.
Eine Reihe von Videotutorials erklärt die Arbeit mit Edutags. Warum also nicht einmal eine persönliche oder in einer Gruppe erstellte Linksammlung auf eine der vorgeschlagenen Arten in Moodle zur Verfügung stellen?
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