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Moodlemoot Austria 2012
Die letzten beiden Tage fand die Moodlemoot Austria 2012 an der Johanes Keppler Universität in Linz statt. Während der erste Tag als klassischer Konfernztag mit Keynote und Session abgewickelt wurde, war der zweite Tag im offenen Format eines Barcamps organisiert.
Für mich war es der erste Besuch an einer österreichischen Moodlemoot und ich erlebte eine sehr aktive und engagierte Community, eine hervorragend organisierte Tagung und viel österreichischen Charme. Meine einzige Kritik diesbezüglich betrifft lediglich die Wahl der Location für den Abendanlass. Ausserdem hätte ich mir wie an anderen Tagungen üblich noch eine Liste der Teilnehmenden gewünscht.
Im Rahmen der Keynote schaltete sich David Mudràk per Adobe Connect zu und berichtete von den geplanten Änderungen in Moodle-Version 2.3., welche am 1. Juni erscheinen soll. Gearbeitet wird unter anderem an einem verbesserten Dateimanagement und einer Verbesserung des Workshop-Moduls. Der wichtigste Impuls kam meines Erachtens aus dem Publikum: die Aufforderung mehr an „Look and Feel“ von Moodle (das unbestritten schon ein wenig in die Jahre gekommen ist) und an der Usability zu arbeiten.
Bei den weiteren Sessions fiel es mir manchmal schwer, mich zu entscheiden. Mit Sicherheit habe ich das eine oder andere spannende Thema verpasst, war aber insgesamt mit den gewählten Tracks sehr zufrieden. Spannend war der Beitrag von Torsten Maier zum Thema Blended eBook mit Moodle, auch wenn Moodle dabei in den Hintergrund trat. Eine Tatsache, die ich persönlich nicht als störend empfand, da möglicherweise an derartigen Veranstaltungen das LMS sowieso zu stark im Mittelpunkt steht. Das ist an einer Moodlemoot einerseits verständlich, andererseits verstellt es auch den Blick auf andere Aspekte des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien und konzentriert sich zu stark auf technische Belange und Möglichkeiten der Lernplattform. Den Ansatz Skripten als eBooks zur Verfügung zu stellen, möchte ich für die PHZ gerne noch näher prüfen und weiter verfolgen. Der Beitrag von Erwin Bratengeier gab einen guten Einblick in die Implementierung eines E-Learning Labels als Instrument zur Qualitätssicherung an der Donauuniversität Krems. Interessant waren auch die Erkenntnisse zur effektiven Kursgestaltung auf Basis der Eye-Tracking-Forschung. Gregely Rakoczi stellte das Thema sehr differenziert dar und verabsäumte es auch nicht die Methode kritisch zu beleuchten. Beim Publikum gut angekommen ist vor allem die Zusammenstellung der 22 Praxistipps. Da die Untersuchung auf Basis eines dreispaltigen Layouts in Moodle 1.9 erfolgte, ist es nicht ganz einfach die Erkenntnisse auf unsere Moodle-Installation inklusive Navigationsdock zu übertragen. Selber konnte ich im Rahmen der Moodlemoot einem Betrag über die Erfahrungen der PHZ Luzern beim Wechsel der Lernplattform von Blackboard nach Moodle berichten.
Das zentrale Thema am zweiten Tag im Moodle Camp war natürlich das für viele bevorstehende Update auf Moodle 2.x. Dank der Tatsache, dass die PHZ bereits mit der neuen Version gestartet ist, entstehen jetzt glücklicherweise für uns keine neuen Probleme. Neben Diskussionen zur Nutzung von Moodle im Hochschulkontext und Fremdsprachenunterricht, brachte die Demonstration der LTI-Tools für mich den grössten Wissenszuwachs. Indem man Moodle zum LTI-Provider macht und externe Tools einbinden kann, eröffnen sich ganz neue Wege und Möglichkeiten, sogar was die Integration anderer LMS in Moodle betrifft. Das Eduweb wird sich in den nächsten Tagen damit noch näher auseinandersetzen und die Kursleitenden mit den entsprechenden Informationen versorgen.
In den Pausen fanden natürlich angeregte und anregende Gespräche mit anderen Moodlenutzerinnen und –nutzern statt, sodass ich mit einem guten Gefühl und einigen neuen Inputs auf die #mootat12 zurückblicken darf. Nicht zuletzt konnte ich bereits ein wenig Werbung für die am 7. September in Luzern geplante Moodlemoot Schweiz machen und ein paar gute Referenten gewinnen.
The Smart Learner’s Voice
Am 2. und 3. April finden in Murten die eduhubdays 2012 mit dem Titel "Smart Wave — Social Trends in Learning" statt. Anlässlich dieses Treffens der Schweizer E-Learning-Community bekommen auch die Studierenden eine Stimme. Im Students' Panel sind sie eingeladen ihre Ideen, (Verbesserungs-)Vorschläge und Visionen über das zukünftige Lernen und Lehren mit digitalen Medien und Technologien an ihren Hochschulen und Universitäten zu teilen und so einen Beitrag zu dessen Entwicklung zu leisten.
Beiträge in Form eines kurzen Abstracts von ca. 100 Wörtern können noch bis zum 29. Februar eingereicht werden.
- Wie nutzen Sie Technologien in Ihrem Alltag?
- Welche Unterschiede gibt es zwischen privater Nutzung und der Nutzung für Studienzwecke?
- Wie schätzen Sie die derzeitige Situation an Ihrer Hochschule ein?
- Welche technologischen Verbesserungen wünschen Sie sich für die nächsten zwei bis drei Jahre?
- Haben Sie Visionen für die Zukunft (die nächsten 2, 5 oder 10 Jahre) an Ihrer Hochschule?
Den ausführlichen Call for Papers können Sie hier nachlesen. Vielleicht möchten Sie sich als Studierende oder Studierender der PHZ, einer Notebookhochschule, auch Gedanken dazu machen oder haben bereits Ideen?
Reise- und Unterkunftskosten werden von der Organisation übernommen, daneben erwartet Sie noch ein kleines Geschenk.
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