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Verbesserungen und Anpassungen in Moodle
Das Eduweb arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Usability von Moodle und evaluiert, installiert und optimiert neue Module. In den letzten Wochen wurden im PHZ-Moodle sowie in allen anderen Eduweb-Moodle-Instanzen folgende Neuerungen vorgenommen:
- Modul Tutorship
- WIRIS-Editor
- Kursarchiv
- minimierte Kursansicht
Tutorship
Die deutsche Ăbersetzung, eine Möglichkeit zur Navigation zwischen allen Wochen des Semesters und Datumsangaben haben das bestehende Modul bereits wesentlich nutzerfreundlicher gemacht. In einem nĂ€chsten Schritt sollte fĂŒr Kursleitende auch noch die Möglichkeit geschaffen werden, Sprechstunden bereits im Voraus fĂŒr die einzelnen Wochen zu unterschiedlichen Zeiten festzulegen. Dazu bedarf es allerdings einer völligen Neuentwicklung des Moduls.
WIRIS-Editor
Dank der Installation des WIRIS-Plugins können Moodle-User auf einfache Art und Weise mathematische Formeln im Texteditor eingeben. Die Nutzung des WIRIS-Editors in Moodle wird hier erlÀutert.
Kursarchiv
Bei vielen Kursen kann die persönliche KursĂŒbersicht auf der Startseite schnell einmal unĂŒbersichtlich werden. Mit Hilfe einer JavaScript-Erweiterung des Moodle-Blocks-Kursarchiv lĂ€sst sich die Startseite "aufrĂ€umen". Kurse, welche nicht mehr oder sehr selten benötigt werden, können einfach per Drag&Drop ins Kursarchiv verschoben werden. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf die VerfĂŒgbarkeit von Kursen. Sie werden auch nicht gelöscht, sondern nur in der Ansicht auf der Startseite anders dargestellt. Kurse können auch aus dem Kursarchiv heraus aufgerufen und natĂŒrlich wieder zurĂŒck verschoben werden.
Minimierte Kursansicht
Bedingt durch die flache Struktur eines Moodle-Kurses kann es schon einmal vorkommen, dass man relativ lange scrollen muss, um ans Ziel zu gelangen. Basierend auf der Idee des Collapsed Weeks Course Format erlauben zwei Symbole eine nutzerseitige Anpassung der Kursansicht. Mit einem Klick auf das entsprechende Ordnersymbol kann der Kurs soweit minimiert werden, dass nur noch die Titel der Kursabschnitte angezeigt werden. Ein Klick auf die Ăberschrift bewirkt ein "Ausklappen" des Inhalts.
Dozierende und Kursleitende der PHZ finden Anleitungen zu diesen Neuerungen im Info- und Lernkurs. Unsere Kunden dĂŒrfen uns bei Fragen gerne kontaktieren.
Edutags und Moodle
Wer auf seine Lesezeichen oder Favoriten nicht nur im eigenen Browser zugreifen, sondern diese völlig ortsunabhĂ€ngig auf verschiedenen Computern nutzen möchte, verwendet Social-Bookmarking-Dienste. Damit lassen sich Internet-Lesezeichen bequem online verwalten. Die verschiedenen Social-Bookmarking-Dienste wie Mister Wong, Delicious, Diigo usw. bieten alle Ă€hnliche Funktionen. Nutzer/-innen haben die Möglichkeit Lesezeichen hinzuzufĂŒgen oder zu löschen, in Kategorien einzuteilen, mit Schlagwörtern (Tags) zu versehen, zu teilen oder privat abzulegen, zu bewerten oder zu kommentieren. Besonders wertvoll ist der Einblick in die Sammlungen anderer Nutzer, was auch das Auffinden von qualitativ hochwertigen Seiten erleichtert. Bei manchen Anbietern gibt es Gruppenfunktionen, sodass gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen oder auch Studierenden und SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern thematische Sammlungen aufgebaut werden können.
Edutags verdankt seine Entwicklung der Tatsache, dass die bisher redaktionell gepflegte Sammlung von Internetressourcen des Deutschen Bildungsservers angesichts der kontinuierlich wachsenden Informationsmengen nicht mehr auf diesem Weg alleine betreut werden konnte. Neu sollten die von Usern freigegebenen Ergebnisse nach Tags sortiert in einem gesonderten Bereich fokussiert werden. Dabei werden die Nutzerinnen und Nutzer mit systemseitigen Tag-VorschlĂ€gen (Taxonomie) unterstĂŒtzt, dĂŒrfen aber auch eigene Tags vergeben (Folksonomie). Eingestellte Ressourcen können nach erfolgter PrĂŒfung auch in den redaktionellen Teil des Bildungsservers ĂŒbernommen werden.
Aus dem Namen Edutags lĂ€sst sich bereits die Spezialisierung dieses Social-Bookmarking-Dienstes auf Ressourcen fĂŒr den Unterricht und das Lernen und Lehren mit digitalen Medien ablesen. Gerade in der Lehrerausbildung und im Schulbereich kann dies als Vorteil angesehen werden und den Einstieg in Nutzung von Social Bookmarking erleichtern. Schliesslich stehen Dozierende sowie Lehrerinnen und Lehrer zunehmend vor der Aufgabe Internetressourcen fĂŒr Lehre und Unterricht zu recherchieren und zur VerfĂŒgung zu stellen. Dabei erweist es sich als Chance, nicht nur selbst gefundene Ressourcen archivieren zu können, sondern auch von den Ergebnissen der Kolleginnen und Kollegen zu profitieren. ZusĂ€tzlich besteht die Möglichkeit eigene Materialsammlungen in interaktiver Form in den fachlichen Diskurs einzubringen.
Was ausserdem fĂŒr die Verwendung von Edutags spricht, ist die Tatsache, dass Suchergebnisse und Ressourcensammlungen in mehreren Formaten exportiert und in Moodle eingebunden werden können. Neben dem Export im html-Format (Einbinden als Textfeld oder Textseite in Moodle) und der Erstellung eines PDF (Datei in Moodle) besteht auch die Möglichkeit eine Cloud, die durch Auswahl einzelner Tags generiert wurde, zu erstellen. In Moodle lĂ€sst sich diese Tag-Cloud wiederum in einem Block oder auch als Textfeld einbetten.
Eine Reihe von Videotutorials erklĂ€rt die Arbeit mit Edutags. Warum also nicht einmal eine persönliche oder in einer Gruppe erstellte Linksammlung auf eine der vorgeschlagenen Arten in Moodle zur VerfĂŒgung stellen?
Moodlemoot 2012 an der WWU MĂŒnster
Nur wenige Wochen nach der Moodlemoot Austria stand die Moodlemoot an der WWU MĂŒnster auf dem Programm. Wie bereits in Linz war auch diese Veranstaltung hervorragend organisiert. Bei mehr als 350 Teilnehmenden und einem umfangreichen Programm war das eine logistische Meisterleistung. Ein ganz besonderer Dank gilt den vielen Helferinnen und Helfern, die stets mit Rat und Tat zur Seite standen.
Im Hinblick auf das Programm hĂ€tten wir uns etwas detailliertere Informationen gewĂŒnscht. Oftmals konnte aufgrund des Titels nur erahnt werden, worum es inhaltlich ging. GrundsĂ€tzlich sehr positiv war die Tatsache, dass viele BeitrĂ€ge Initiativen im Bildungsbereich und zur Förderung von Medienkompetenz vorstellten und sich das Programm nicht nur auf Moodle und die klassischen Workshops selbst beschrĂ€nkte. Dennoch wĂ€re es ganz gut schon im Vorfeld zu wissen, "wie viel Moodle in einem Beitrag steckt". Bedingt durch die Dichte des Programms war die Zeit zwischen den einzelnen Sessions sehr kurz gehalten, sodass auch Start- und Endzeiten nicht immer eingehalten werden konnten. Hier hĂ€tte etwas Entflechtung gut getan, auch eine gemeinsame Pause wĂ€re fĂŒr den Austausch und das Networking von Vorteil gewesen. Denn eine Konferenz ist, wie es Klaus Steitz in seinen EindrĂŒcken im elc-Blog formuliert hat, immer "mehr als die Summe ihrer EinzelvortrĂ€ge". Die QualitĂ€t der von uns besuchten EinzelvortrĂ€ge war unterschiedlich, insgesamt bleibt aber ein sehr positiver Gesamteindruck zurĂŒck.
Aufgrund der kurzfristig organisierten Teilnahme an der Moodlemoot in MĂŒnster konnte das Eduweb keinen eigenen Beitrag leisten, wird dies aber bestimmt im Herbst in Luzern und im nĂ€chsten Jahr nachholen. Dem Wunsch von Stephan Rinke, ein Camp zu Moodle zu machen, werden wir an der Moodlemoot Schweiz wohl nachkommen.
Inhaltlich kann der ausfĂŒhrlichen Zusammenfassung der beiden Keynotes im elc-Blog eigentlich nichts mehr hinzugefĂŒgt werden. Dennoch sollte betont werden, dass auch das Eduweb die Nutzung von OER unterstĂŒtzt.
Auf sĂ€mtliche von uns besuchten BeitrĂ€ge einzugehen, wĂŒrde an dieser Stelle zu weit fĂŒhren. Wie immer blieb die Qual der Wahl und gefĂŒhlt fanden die fĂŒr einen persönlich relevanten VortrĂ€ge immer parallel statt. Da das Eduweb derzeit noch keine Mahara-Installation zur VerfĂŒgung stellt, haben wir nur einen Vortrag zum Thema besucht und uns ĂŒber die Nutzung von E-Portfolios in der Lehrerausbildung an der PH Wien informiert. KĂŒnftig werden wir uns mit diesem Thema aber intensiver auseinandersetzen mĂŒssen. Leider haben wir es auch nicht ans Hochschultreffen geschafft. Dennoch haben wir viele gute Ideen, wie z.B. die Nutzung von edutags, Ăberlegungen zu einem Verbund von Community Hubs, ein sehr differenziertes Modell inklusive Moodle-Kurs zur strukturierten Urteils-Bildung in der Lehrerbildung auf der Basis von FairUrteilen, Anregungen zur Gestaltung eigener Workshops sowie einige neue Moodle-Module zum Testen mitgenommen.
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